Aus der Geschichte unseres KiEZ

Als Ludwigsburg kannten die alten Sebnitzer diesen Platz, den sie aber eher scherzhaft so nannten, da sich Mitte des 19. Jahrhunderts hier nur ein Steinhaufen befand. Ab dem Frühjahr 1877 konnte man sich hier in der neu errichteten Grenadierburg treffen. Die Ausflugsgaststätte war vom Apotheker Petzold gestiftet worden. Als Hauptmann der Grenadierkompanie der Sebnitzer Schützengesellschaft pflegte er hier jährlich den Mitgliedern ein Fass Bier zu spendieren.

1948 nannten die Sebnitzer Stadtverordneten die Grenadierburg in Grenzbaude um. Im Frühjahr 1953 erwarb die damalige Großkokerei Lauchhammer das Gelände um dieses Gebäude und eröffnete am 12. Juli 1953 das Pionierzeltlager „Matyas Rakosi“ mit einer Kapazität von 500 Plätzen. Der Gaststättenbetrieb ging dabei aber weiter, natürlich auch als HO Gaststätte.

Von 1980 bis 1983 sanierte und bebaute der VEB BKK Lauchhammer das gesamte Areal. Es entstanden die Bettenhäuser, die eine ganzjährige Nutzung zuließen und heute noch in ihrer Grundform existieren.

Seit dem Feriensommer 1983 verbrachten nun jedes Jahr über 600 Kinder und Jugendliche im nunmehr zentralen Pionierlager "Grete Walther" ihre Ferien. Bis zum 31.12.1992 unterstützte der Trägerbetrieb VEB Braunkohlenveredlung Lauchhammer personell, finanziell und materiell die Feriengestaltung sowie die Schul- und Klassenfahrten tausender Kinder und Jugendlicher.

Zum 1. Januar 1993 übernahm der Verein Kinder- und Erholungszentrum Sebnitz e.V., auf der Grundlage eines Pachtvertrages mit dem Landkreis Sächsische Schweiz - Osterzgebirge das KiEZ "An der Grenzbaude" in eigene Regie. Mit dem Erbbaurechtsvertrag vom 17. November 2009 ist für die nächsten 49 Jahre die langfristige Nutzung für die gemeinnützige Kinder- und Jugendhilfearbeit gesichert.